D-STAR Geschichte

D-Star ist das älteste der aktuellen digitalen Amateurfunksprachmodulationen. D-Star ist ein offener Standard für digitale Übertragung und wurde im Jahre 2001 von der JARL (Japanese Amateur Radio League) in Zusammenarbeit mit der japanischen Regierung entwickelt.

Neben der digitalen Übertragung von Sprache und Daten bietet D-Star auch die Möglichkeit Repeater miteinander zu verbinden, so dass man weltweit in Verbindung treten kann. Es besteht die Möglichkeit, Relais zusammen zu verbinden. Oder man verbindet sich zu einer Art Gruppe. Diese Gruppe werden Reflektoren genannt. Es bestehen 3 verschiedene Reflektoren Systeme.

  • Reflektoren (Dplus)
  • X-Reflektoren (DExtra)
  • Digital Call Server Reflektoren (DCS) mit CCS-Callsignrouting
  • XLX Reflektorensystem

In Europa etablierte sich zuerst sehr stark das X-Reflektoren-System. In Österreich war zuerst der XRF009 in Betrieb. Danach wurde zum DCS-Reflektoren-System gewechselt. Im Herbst 2016 wechselten die bis anhin noch im XRF-System laufenden Relais auf das XLX-Reflektoren-System. Im Herbst 2017 wechselten die bisher in Österreich im DCS-System betriebenen Relais  ebenfalls zum XLX-System. Die Bedienung des XLX-Systems unterscheidet sich nicht gross von dem DCS-Reflektoren-System.

Obschon viele OM auf DMR oder C4FM gewechselt haben, sind immer noch viele auf D-Star QRV. Der grosse Nachteil bei D-Star liegt an der Audioqualität. Sobald die Übertragung nicht sauber abläuft, klingt die Übertragung wie wenn jemand gurgelt. Auch ist die Handhabung von D-Star teilweise eher kompliziert. Einfacher wurde es jedoch, seit man einige Befehle per DTMF Tönen aussenden kann.  Der Vorteil von D-Star ist, dass es unterdessen günstige Bausätze oder Platinen gibt, mit welchen man im Vergleich zu den offiziellen ICOM Relais viel günstiger ein Relais oder einen Simplex D-Star-Zugang erstellen kann.

Bei jedem D-Star Funkgerät müssen zusätzlich zur Relaisfrequenz folgende 4 Informationen mit programmiert werden:

YOUR: CQCQCQ für normalen Funkverkehr über das örtliche Relais; weiteres für Callsign- oder Relaisrouting

RPT1: Relaisname des aktuell benützen Relais gefolgt von einem Leerzeichen und dem Buchstaben C für 2m-Relais

RPT2: Relaisname des aktuell benützen Relais gefolgt von einem Leerzeichen und dem Buchstaben G für Gateway, damit der Durchgang auch an den Reflektor weitergeleitet wird.

MY: das eigene Rufzeichen